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Der alte Buchsbaum in der Brauhausgasse

In Himberg, in der Brauhausgasse 20, ehemals „das Unterort“ genannt, steht ein Buchsbaum.
Dieser Buchsbaum ist gut und gerne 150 Jahre alt, behauptet er jedenfalls. Er ist sehr mächtig, und da historische Sorten sehr langsam wachsen, muss man es ihm glauben.

Dürre und Hochwasser, strenge und milde Winter, ein Kaiserreich, zwei  Weltkriege, dazwischen Bürgerkrieg, Wirtschaftswunder, sauren Regen, und wechselnde Trends in der Gartengestaltung hat er oft knapp, aber doch überstanden.

Bevor Walter Steiner, der Besitzer dieses Gartens und unser Vater, letztes Jahr starb, erzählte er oft und gerne, dass die Zweige des Baumes früher in der Pfarre  vielfältig gebraucht wurden, ua. um die Altäre beim „Umgang“ zu verschönern, am Palmsonntag für die Palmbuschen und dann und wann zum Schmücken der Kirche bei Hochzeiten und Taufen.

Die Zeiten gingen dahin und irgendwann gab es wohl keinen Bedarf mehr, unser Baum geriet in Vergessenheit.

Bis sich vor einigen Jahren eine große Gefahr in Gestalt kleiner, gefräßiger Raupen näherte und viele Himberger Buchse vernichtete. Unsrer konnte bis heute, dank aufmerksamer Pflege überleben. Nun ist er wieder im Einsatz: Er darf wieder die Palmbuschen der Pfarre verschönern und auch die Erntekrone.

Nach eigener Aussage ist er fest entschlossen, im Dienste der Pfarre 200 Jahre alt zu werden.

Und je mehr wir abschneiden, desto üppiger treibt er aus.

Frohes Osterfest