Barbaraheim Festschrift anlässlich der Eröffnung am 11. Mai 1997

Urkunde zur Erinnerung an den Spatenstich 15. März 1993

ln  meiner Kindheit  gab es neben der  Schulallee einen  verwunschenen  Garten. Eine dichte Hecke umgab ihn, ein schmales Eisentürl, mit Rosen überwuchert, führte in sein Inneres. Nur Auserwählte durften ihn betreten, nach den Messen verschwand Pfarrer Ple­nert in diesem geheimnisvollen Reich.

Viele Jahre später wurde mit einem Mal der Zaubergarten geöffnet. Mit dem neuen Pfar­rer Czeslaw Duda zogen Ziegen, Hunde, Katzen, Kaninchen und die Himberger Kinder in den Pfarrgarten. Erntedankfeste, Jungschartreffen und Feldmessen wurden gefeiert, die Blasmusik spielte auf.

Des Pfarrers Beziehungen zu Petrus sind hervorragend, sein Wetterglück berühmt. Trotzdem träumte Czeslaw von einem Dach über dem Kopf, nahe der Kirche, nahe der Schule, nahe dem Pfarrhof, verkehrssicher  gelegen – einem neuen, größeren Heim im Pfarrgarten.

Viele Hindernisse, finanzielle und andere, mußten überwunden, viele Bedenken aus demWeg geräumt werden, bis aus dem Traum ein Plan, ein Haus wurde.

Die Ideen Czeslaw’s vereinigten sich mit meinen Vorstellungen, den Anregungen Sabina Fux’s, der Kritik manch anderer. Die Arbeit, die Gedanken, die Anstrengungen von vielen ließen das Werk wachsen und gedeihen.

Nun steht dort, wo Hollerbüsche, Akazienbäume, Haselsträucher und Heckenrosen wu­cherten, ein Haus mit gläsernem Giebel, den Blick zur Kirche gerichtet. Ein kleiner Vor­platz in der Schulallee lädt Vorübergehende zum Verweilen ein, eine große Terrasse ver­heißt frohe Sommerfeste, das Kreuz in der Achse des Hauses verrät unseren Mittelpunkt.

Viele Kinderfeste, laute Musikübungen, lange Festmessen, Kellerüberflutungen, Streitge­spräche und Beichten, feuchtfröhliche Erntedankfeste und Flohmärkte- unser Heim hält alles aus- seine Fundamente sind stark.

Brigitte Schuhmeister (aus der Festschrift anlässlich der Eröffnung)

Aufkleber zur Erinnerung an die Gleichenfeier